Chancen, Anwendungsfälle und konkrete Mehrwerte

Die Top 4 KI-Tools für den Einzelhandel

Steigender Kostendruck, komplexere Lieferketten und immer anspruchsvollere Kunden - der Einzelhandel steht vor großen Herausforderungen. Genau hier kommen KI-Tools ins Spiel.

Was ist Künstliche Intelligenz im Einzelhandel?

Im Einzelhandel kann Künstliche Intelligenz (KI) über Algorithmen und maschinelles Lernen eingesetzt werden, um Prozesse datenbasiert zu automatisieren und zu optimieren. Dadurch sollen Entscheidungen schneller, präziser und wirtschaftlicher getroffen werden - in der Zentrale ebenso wie auf der Verkaufsfläche.

KI-Tools analysieren große Datenmengen in Echtzeit, etwa Verkaufszahlen, Lagerbestände oder Kundenverhalten. Auf dieser Basis lassen sich Nachfrage besser prognostizieren, Sortimente optimieren und Einkaufserlebnisse personalisieren.

Für Händlerinnen und Händler bedeutet das vor allem bessere Planbarkeit, effizientere Prozesse, höhere Conversion-Raten und geringere Kosten. KI ist damit kein Zukunftsthema mehr, sondern bereits heute ein klarer Wettbewerbsfaktor im Einzelhandel.

Zentrale Anwendungsfälle von KI im Einzelhandel

Auch wenn der vollständig automatisierte Store noch nicht Realität ist, hat KI bereits viele zeit- und ressourcenintensive Aufgaben deutlich verbessert. Zu den wichtigsten Anwendungsfeldern zählen:

  • Nachfrageprognosen auf Basis historischer und aktueller Verkaufsdaten
  • Bestandsmanagement, um Über- oder Unterbestände zu vermeiden
  • Merchandising und Sortimentsoptimierung
  • Lieferkettenmanagement und bessere Dispositionsentscheidungen
  • Dynamische Preisoptimierung je nach Nachfrage, Wettbewerb oder Tageszeit
  • Kundenservice-Chatbots für schnellen Support rund um die Uhr
  • Personalisierung von Angeboten und Produktempfehlungen
  • Reibungslose Checkout-Prozesse, etwa durch Self-Checkout-Lösungen

Gerade für Entscheiderinnen und Entscheider im Einzelhandel liegt der Mehrwert in der Kombination aus Effizienzsteigerung und datenbasierter Steuerung.

Top 4 KI-Tools für den Einzelhandel

1. Syndigo: Produktinformationen zentral pflegen und aktuell halten

Syndigo unterstützt Händlerinnen und Händler dabei, Produktinformationen einheitlich zu verwalten, egal ob im Onlineshop, auf Marktplätzen oder im stationären Handel. Statt viele Listen und Systeme parallel zu pflegen, werden Daten an einer Stelle gebündelt und automatisch ausgespielt. Im DIY-Handel beispielsweise können technische Daten, Aufbauhinweise oder Sicherheitsinformationen für Werkzeuge und Maschinen zentral gepflegt werden. Kunden finden so online wie offline dieselben verlässlichen Angaben.

Nutzen für Händlerinnen und Händler:

  • Weniger Aufwand bei der Datenpflege
  • Weniger Rückfragen und Fehlkäufe
  • Einheitlicher Auftritt über alle Kanäle hinweg

2. Trendalytics: Trends früh erkennen und Sortimente besser planen

Trendalytics wertet Daten aus Suchanfragen, sozialen Netzwerken und Marktentwicklungen aus. Ziel ist es, frühzeitig zu erkennen, welche Produkte oder Themen an Bedeutung gewinnen und welche eher an Relevanz verlieren. Hinweis: Das Tool ist aktuell nur in Englisch verfügbar. 

Nutzen für Händlerinnen und Händler:

  • Bessere Sortimentsentscheidungen
  • Weniger Abschriften durch Fehlplanungen
  • Schnellere Reaktion auf neue Trends

3. LEAFIO AI: Warenverfügbarkeit gezielt steuern

LEAFIO AI hilft dabei, Warenbestände standortgenau zu planen. Die Software berücksichtigt Verkaufszahlen, Lieferzeiten und lokale Besonderheiten, um Regallücken und Überbestände zu reduzieren. Das Tool ist aktuell fünf Sprachen verfügbar und wird beispielsweise von Lindt genutzt. 

Nutzen für Händlerinnen und Händler:

  • Bessere Warenverfügbarkeit in den Filialen
  • Weniger Überbestände und Abschriften
  • Entlastung der Mitarbeitenden bei der Disposition

4. ContactPigeon: Kunden gezielt und passend ansprechen

ContactPigeon analysiert das Kauf- und Nutzungsverhalten von Kunden über verschiedene Kanäle hinweg. Darauf aufbauend lassen sich personalisierte Nachrichten und Angebote ausspielen. Im Fashion- oder DIY-Handel können Kunden beispielsweise gezielt an passende Ergänzungsprodukte erinnert werden, etwa Zubehör zu einem kürzlich gekauften Artikel.

Nutzen für Händlerinnen und Händler:

  • Relevantere Kundenansprache
  • Höhere Wiederkaufsraten
  • Besserer Einsatz von Marketingbudgets

Unser Fazit: KI als praktisches Hilfsmittel im Einzelhandel

KI-Tools im Einzelhandel sollen vor allem eines tun: den Arbeitsalltag erleichtern. Sie helfen dabei, besser zu planen, Waren verfügbar zu halten und Kunden gezielter anzusprechen. 

Damit KI ihren Nutzen auch auf der Fläche entfalten kann, braucht es jedoch die passenden operativen Grundlagen. Genau hier setzen wir bei OMS Retail an: Mit elektronischen Preisschildern (ESL) lassen sich datenbasierte Preis- und Sortimentsentscheidungen schnell, flächendeckend und zuverlässig am Regal umsetzen – ohne zusätzlichen manuellen Aufwand. Professionell durchgeführte Inventuren sorgen gleichzeitig für eine saubere und belastbare Datenbasis und schaffen damit die Voraussetzung für bessere Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Für Händlerinnen und Händler bedeutet das: Wer KI, elektronische Preisauszeichnung und Inventuren zusammendenkt, schafft mehr Übersicht, entlastet Teams und trifft fundiertere Entscheidungen – unabhängig von Branche, Standort oder Unternehmensgröße.

 

Unsere Quellen: